Home-Office-Texter

Home Office- Die 10 besten Tipps

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Wagnis Home Office

Sessel statt Schreibtisch, Casual- Look statt strengem, engen Business- Kostümchen, arbeiten wann man gerade Lust hat, statt morgens um acht Pflichtantreten beim Chef. Diese Vorstellung ist für viele Menschen einfach traumhaft. Zu Recht?

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Jein!

Schon lange arbeite ich von zu Hause aus als freie Texterin. Anfangs eher aus Langeweile, hat sich das im Laufe der Zeit, nach und nach, zum Geschäft entwickelt. Ich merkte, dass ich gut bin. Die Texte verkaufen sich und mittlerweile bekomme ich sogar Anfragen und muss mich nicht mehr so oft mit Akquise herumplagen.

Aber das war -und ist- ein Stück harte Arbeit. Niemand, aber auch wirklich nicht ein Einziger, kommt und sagt: Oh, wie schön, noch eine freie Texterin auf dem ohnehin schon übersättigtem Markt. Wir haben schon auf dich gerwartet und Arbeit für mindestens ein Jahr für dich. Natürlich zu Topkonditionen! Weit gefehlt, meine Lieben: Gerade als Freelancer gilt, ohne Fleiß kein Preis. Selbstständig sein heißt, genau wie das Wort schon sagt, immer selbst und ständig.

Ich habe mir den Spruch:“ Schuster, bleib bei deinem Leisten.“ zu Herzen genommen und bleibe zum größten Teil in meinem Metier, Medizin und Gesundheit. Ich schreibe schon auch ab und zu andere Sachen, aber eigentlich nur, wenn es sich um Projekte handelt, die mir wirklich am Herzen liegen. Oder wenn ich Geld brauche.

Womit wir also schon mittendrin sind: im Geschäft.

Texterin-Medizin-Gesundheit

Zehn Tipps für alle, die ins Home Office wollen:

  1. Vernetze dich: Der Kontakt zu Kollegen und Kunden ist besonders wichtig – nicht nur, wenn man neu im Geschäft ist.
  2. Kommuniziere nach außen: Das Umfeld muss wissen, dass du arbeitest und deswegen nicht ständig erreichbar bist oder nebenbei mal eben den ganzen Haushalt schmeißen kannst.
  3. Arbeitszeiten festlegen und Pausen einplanen: Im Büro sorgen die Kollegen dafür, dass man in die Kantine geht. Eine ordentliche Mahlzeit ist besser als ständiges naschen. Arbeite regelmäßig! Wenn du da hockst, Löcher in die Luft starrst und darauf wartest, das dich die Muse küsst, hast du schon verloren.
  4. Gute Planung: Denke daran, benötigtes Material zu besorgen.  Aufgaben strukturieren, das erspart unproduktive Phasen. Lege fest, wieviele Worte du am Tag (für Kunden!) schreiben musst, um auf deinen Tagessatz zu kommen. Ich schreibe immer zuerst die Texte, für die ich bezahlt werde, erst dann „leiste“ ich mir meinen eigenen Kram.
  5. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: To-do-Listen abzuhaken sorgt für einen Motivationsschub. Wie du deine Listen anlegst, ob im klassischen Kalender, oder in irgendeinem Tool per Computer ist zweitrangig. Wichtig ist, erst einmal einen Plan zu haben!
  6. Arbeitsplatz: Ein eigener Raum muss nicht unbedingt sein, macht sich aber besser. So hat man einen festen Arbeitsplatz, kann auch mal einen Stapel Papiere liegen lassen, ohne das der Wohnraum aussieht, wie nach einer Explosion. Und du kannst schon mal die Tür schließen. Wenn du zum arbeiten Ruhe brauchst, sind Türen eine feine Sache! Es sollte auf jeden Fall ein schöner Ort sein, nicht der düstere Keller.
  7. Ausstattung: Ob du lieber mit dem Notebook arbeitest oder mit einem festen PC ist Letztenendes Geschmackssache. Wichtig ist hingegen, das deine Ausstattung einwandfrei funktioniert. Drucker, die ständig Papier fressen oder ein W-Lan das alle Nase lang abkackt, sind nicht hilfreich.
  8. Kleidung: Wenn du merkst, dass du im Pyjama schneller „lümmelst“, lieber vernünftig anziehen. Ansonsten ist erlaubt, was bequem ist.
  9. Nimm dir Zeit, hab Geduld: Nicht nach einer Woche schon wieder aufgeben. An jeder neuen Arbeitsstelle braucht man eine gewisse Zeit, um sich auf alles einzustellen.
  10. Sei ehrlich zu dir selbst: Falls die Heimarbeit doch eher zur Qual wird, solltest du dir das ruhig eingestehen und lieber wieder dauerhaft einen festen Job annehmen.

Der ideale Home Office-Typ …

… Ist ein selbstständiger Mensch, der nicht die ganze Zeit auf Anweisungen angewiesen ist oder seine Ergebnisse ständig rückkoppeln möchte.

… Hat Organisationstalent und ist in der Lage, sich die Arbeit selbst einzuteilen und den Tag sinnvoll zu strukturieren.

… Kann sich auch mal Pausen verordnen und ohne schlechtes Gewissen genießen.

 

Homeoffice-Texterin-gesucht

Home Office: Der Schlüssel zum Erfolg?

Neben angenehmer Atmosphäre und dem Wegfall des Fahrtweges zur Arbeitsstelle ist es doch vor allem die Flexibilität, die das Arbeiten im Home Office so interessant macht. Wenn du dich gut fühlst, arbeitest du besser, bist kreativer. Arbeitest du kürzere Zeiten am Stück, wirst du nicht so schnell ermüden.

Vorsicht vor dem inneren Schweinehund

Allerdings lauert genau an dieser Stelle auch die größte Gefahr. Die Schwierigkeit ist, dass man aufhört zu arbeiten, sich ablenken lässt, zu wenig schafft oder zu oft am inneren Schweinehund scheitert. Schließlich ist der Mensch ein Mensch, weshalb er sich auch immer wieder dazu zwingen muss, Sachen zu machen, die unangenehm sind.

Und die Gefahr, sich abzulenken, ist zu Hause natürlich besonders groß. Man findet immer wieder Aufgaben, die scheinbar einfacher sind und im Moment mehr Spaß machen – selbst wenn es das Staubsaugen ist. Solches, in der Fachwelt Prokrastination genanntes Aufschiebeverhalten, ist für Leute mit laxer Arbeitsmoral eine besondere Herausforderung, man“ fault sich ein“.

Andererseits könne auch der gegenteilige Fall eintreten: zu viel Schaffensdrang. Da der Schreibtisch immer da ist, kann man immer wieder hingehen. Dann sitzt man auch schon einmal am Samstag dort und am Sonntag auch und macht überhaupt keine Pause mehr. Das rächt sich dann irgendwann, indem die Kreativität flöten geht.

Was zählt, sind die Ergebnisse

Zuerst einmal die finanziellen Ergebnisse. Kannst du davon leben? Sicher, Geld ist nicht alles, aber irgendwie muss es reichen, um die Rechnungen zu bezahlen und den Kühlschrank zu füllen. Nicht zu vergessen die Steuern und die Versicherungen. Kalkuliere einen vernünftigen Stundensatz. Lass dich nicht runterhandeln und verkaufe dich nicht unter Wert!

Viel wichtiger sind jedoch die Fragen: Geht es dir gut, mit dem, was du tust? Kommst du vorwärts? Füllt dich dein Job aus und kannst du ihn mit deiner Familie vereinbaren?

Wenn du diese Fragen mit „Ja!“ beantworten kannst, hast du schon die halbe Miete!

Und zum Schluss noch etwas ganz wichtiges: Bevor du dich ins Abenteuer Home Office stürzt, sprich unbedingt mit deinem Steuerberater und erledige den lästigen Papierkram! Ohne diesen geht es, auch bei aller Freiheit, die du im Home Office genießt, leider nicht.

 

Bleib fabelhaft!

Deine Katharina Mckale

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